LF 20/10 TS KatS

13 Tonnen

250 PS

Baujahr 2010

1000 l Wassertank

Unser zweites Fahrzeug, Sasel 2. Ausgerüstet für die Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung in kleinerem Umfang, und für Katastrophenschutzeinsätze. Zusätzlich hat es die Sonderkomponente “Wasserförderung über lange Wegstrecke”. Dieses Fahrzeug rückt bei Alarm zur Unterstützung unseres ersten Fahrzeuges aus. Es kann aber auch von der Leitstelle (FEZ) explizit angefordert werden, zum Beispiel bei Sturmeinsätzen. Somit können durch unsere Wehr in zwei eigenständigen Gruppen Einsätze parallel abgearbeitet werden.

Das Fahrzeug wird vom Bund gestellt, und durch uns vorgehalten. So wird es auch bei Katastrophenschutzeinsätzen eingesetzt, wie beispielsweise Hochwasser und Waldbränden. Diese Einsätze können in ganz Deutschland sein. So wurden wir 2013 beim Hochwasser in Dresden mit diesem Fahrzeug eingesetzt.

Um bei einem Feuer schnell Hilfe leisten zu können, sind zwei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum untergebracht. So können wir uns bereits auf der Anfahrt ausrüsten und können vor Ort sofort die Menschenrettung und Brandbekämpfung einleiten.

Neben einer speziellen Zusatzausstattung für Katastrophenschutzeinsätze ist es neben dem in Hamburg verwendeten Digitalfunk auch noch mit Analogfunk ausgestattet (2 & 4 Meter), um eine Kommunikation auch vor Ort sicherzustellen.

Das Fahrzeug kann aber auch wegen seiner Sonderkomponente “Wasserförderung über lange Wegstrecken” angefordert werden. So 2020 bei einem Strohballenbrand in Volksdorf.

Insbesondere in bewaldeten Gebieten gibt es oft keine Möglichkeit zur Wasserversorgung durch Hydranten oder offene Gewässer, wie Seen oder Flüsse. Deswegen kann es vorkommen, dass Wasser über lange Wegstrecken transportiert werden muss. Dafür verfügt das Fahrzeug über 300 Meter B-Schlauch im Heck, welcher während der Fahrt verlegt werden kann. Weitere 300 Meter stehen gerollt und in Schlauchtragekörben zur Verfügung. Notfalls können mit dem in dem Aufbau integrierten Tank 1.000 Liter Wasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht werden.

Durch eine Schnellangriffseinrichtung, bestehend aus zwei C-Schläuchen und einem Strahlrohr, sowie den Wassertank können Kleinbrände ohne zeitraubende Wasserversorgung in kürzester Zeit bekämpft werden. Jeweils ein Verteiler, mit angekoppelten B-Schlauch, ist als Schnellangriff auf beiden Fahrzeugseiten verlastet. So kann, zusammen mit dem mitgeführten Wasser und Schläuchen in Schlauchtragekörben, schnellstmöglich eine Brandbekämpfung eingeleitet werden.

Zur Stromversorgung an Einsatzstellen steht ein Stromerzeuger zur Verfügung. Durch den ausklappbaren Lichtmast auf dem Fahrzeugdach können Einsatzstellen schnell ausgeleuchtet werden. Zur Ausleuchtung des näheren Umfelds ist eine Umfeldbeleuchtung im Aufbau vorhanden. Versorgt werden diese durch die Fahrzeugbatterien oder den Fahrzeugmotor, so das auf den lauten Stromerzeuger verzichtet werden kann. Die Stromversorgung für das Fahrzeug kann bei Bedarf aber auch über eine handelsübliche 230V-Steckdose eingespeist werden.

Weiter gibt es neben der fest eingebauten Fahrzeugpumpe eine tragbare Pumpe, die Tragkraftspritze. Durch vier Tragegriffe kann die 188 Kilogramm schwere und 68 PS starke Pumpe auch weit entfernt von Straßen in unwegsamem Gelände eingesetzt werden. Zur leichteren Entnahme kann sie aus dem Fahrzeug gezogen und pneumatisch auf Tragehöhe abgesenkt werden.

Außerdem gibt es Druckbegrenzungsventile, um bei Gefällstrecken einen zu hohen Druck in den Schläuchen zu verhindern, sowie einen faltbaren Wasserbehälter mit 5.000 Litern Inhalt. Mit diesem kann das Wasser zwischengespeichert werden, um Druckstöße zu minimieren und eine unterbrechungsfreie Löschwasserversorgung sicherzustellen.

 

Steckbrief:

Funkrufname: Florian Hamburg Sasel 2
Kennzeichen: HH – 8141
Fahrgestell: MAN TGM 13.250 (Geländefahrwerk, Allradantrieb)
Aufbau: Lentner
Feuerlöschpumpe: FP 20/10 (2.000 Liter pro Minute bei 10 bar)
Besatzung: 1+8 Feuerwehrangehörige (Gruppe)

 

Beladung (Auszug):

Schnellangriff Wasser,
E-Tauchpumpe,
Motorsägen Elektro & Benzin,
Stromerzeuger 5 kVA (5.000 Watt Leistung, 230V & 400V),
Lichtmast 2x 24V Xenon-Scheinwerfer,
4 Atemschutzgeräte in Mannschaftsraum & Aufbau,
4 Steckleiterteile,
3-teilige Schiebleiter,
Absturzsicherungs-Satz,
120 Liter Schaummittel in Kanistern,
Sanitätsausstattung,
Tragkraftspritze PFPN 10-1500 (1.900 Liter pro Minute bei 10 bar),
Und noch vieles mehr

 

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg.